Pauline Beaulieu: Regisseurin

"Theater ist Begegnung"

Das Theater ist für mich einer der letzten Orte der Live-Begegnung und gleichzeitig des gemeinsamen Erlebens. Seit ein paar Jahren erfinde ich szenische Systeme, die dieses Theatererlebnis intensivieren: Die Zuschauer tauchen als Teil einer Geschichte oder eines Prozesses in dem szenischen "immersiven" System ein. Durch das Erleben anderer Perspektiven möchte ich eine Offenheit bei den Zuschauern auslösen, die unsere alltäglichen Mechanismen in Frage stellen und eine Art nachhaltige Neugierde für das Fremde generell erwecken könnte.

Meine Inszenierungen entstehen daher wesentlich im Dialog zwischen Theater und Performance, Installation, Film, Bewegung und Musik.

 

Ich adaptiere und setze gerne Romane der Weltliteratur, klassische wie moderne Dramatik oder Filme für die Bühne um. Ich schreibe auch selber Theaterstücke für das Ensemble, oder im Dialog mit Künstlern, die mich besonders inspirieren.

Ich habe eine besondere Leidenschaft für die Konzeption und Umsetzung von interdisziplinären und performativen Installationen in nicht theatralischen Orten.

 

P. Beaulieu

Letzte Inszenierungen

2019

 

  • Antichrist, Schauspiel nach dem Film von Lars von Trier, Theater Koblenz

 

2018

 

2016          

  • Die Gerechten von Albert Camus, Theaterhaus Jena im Kassablanca
  • Mnemo/scene : Echos, eine musikalische performative Installation von Pauline Beaulieu und Stephanie Haensler, Münchener Biennale 2016, Einstein Kultur
  • Das Haus des Schlafes von Jonathan Coe, Bearbeitung von Pauline Beaulieu, Uraufführung, Theaterhaus Jena

2015                     

  • A/way eine Theater-Painting-Performance in Bewegung von Pauline Beaulieu  Sophiensaele, Uferstudios Berlin

2014                     

  • Durch den Luxustunnel komme ich zu Dir, eine Krimi-Foto-Performance in drei Teilen, zusammen mit Yui Kawaguchi, 48 Stunden Neukölln Festival
  • Do you remember, musikalische performative Installation, Präsentation und Engagement bei der internationalen Plattform der Münchner Biennale 2016

2013                     

  • Salinger unsterblich Teil 1, Ein Holden Caulfield Experiment/ An der Grenze des Wahnsinns, Alte Kantine Wedding Berlin

2011                     

  • Tom auf dem Lande von Michel Marc Bouchard, Primeurs Festival, Saarländisches Staatstheater Saarbrücken
  • Seid auf der Hut Mädels, viele finden euch erst als Leichen sexy! nach King Kong Theorie von Virginie Despentes, bat Studiotheater Berlin, Festival Grenzenlos Kultur Mainz
  • Troerinnen nach Euripides, Diplominszenierung, bat Studiotheater Berlin

2010                     

2009                     

  • Pannenhilfe von Pauline Sales, Maxim Gorki Theater Berlin

2008                     

  • Stimmen des Verschwindens, Hörspiel in Zusammenarbeit mit Drogen ex-süchtigen Frauen, Café Seidenfaden, Weißer Elefant Berlin
  • Vortice, Tourbillon, Wirbelwind von Pauline Beaulieu, Lesung, Fondation Beaumarchais Paris
  • Colères (Wut) von Pauline Beaulieu, Théâtre de l´épée de bois Paris

2007                     

2006                     

  • Der Unerwartete von Fabrice Melquiot, Brotfabrik Berlin, Festival OFF d´Avignon, Le Ring

 

 

Assistenzen (Auswahl)

  • 2017 Schauspielunterricht zusammen mit Luk Perceval, Die Brüder Karamazov, Haute école des arts de la scène, Lausanne
  • 2012 Dolmetscherin, Regie: Wajdi Mouawad, Work in Progress, Schaubühne am Lehniner Platz Berlin
  • 2011 L´architecte des confidences, Choreographie: Caroline Marcadé,Théâtre National de Strasbourg
  • 2010  Die Blechtrommel, Regie: Jan Bosse, Maxim Gorki Theater Berlin, Ruhrtriennale Bochum
  • 2005-2006  Maria Stuart, Regie: Luk Perceval, Schaubühne am Lehniner Platz Berlin